And the Winner 2014 is…

1. Apr 2015

…keine Überraschung. Das Hamburger Plakat „Bullenwagen klauen und Adorno rezitieren“ der „Gruppe für den organisierten Widerspruch“ lag von Anfang an vorne und konnte diese Position klar verteidigen.
Ich schätze hier hat sowohl die souveräne Abwandlung des Punkrock-Zitats – zur inhaltlichen Rahmung der Veranstaltungsreihe, als auch das humorvolle Zusammenspiel von Bild und Text für die klare Entscheidung gesorgt. Von den 394 abgegebenen Stimmen haben 62 Menschen für den Gewinner gestimmt (16%).

Der zweite Platz geht mit 40 Stimmen (10%) an das Dortmunder Plakat „Erinnern heißt kämpfen“ für die Schmuddel-Gedenk-Demonstration. Die Dortmunder_innen waren scheinbar abstimmungswütig, denn auch Platz vier ging an ein Plakat aus der Stadt. 30 Menschen (8%) stimmten für „Warum wir dieses Land nicht lieben“. Damit ist auch ein Hirsch in dem Ranking vertreten – das Tier das überdurchschnittlich oft auf Plakaten in diesem Land zu sehen waren.

Dazwischen hat sich noch ein Plakat aus Frankfurt/Main geschummelt. Mit 32 Stimmen (8%) kam „Elemente des Antisemitismus“ auf Platz drei. Die Veranstaltungsreihe hat eine gelungene Anordnung mit dem Dreieck als geometrische Grundform gewählt.

Knapp dahinter, 29 Stimmen (7%) liegt die Plakatreihe „Deutschland ist tödlich“ aus Regensburg.

Das ist das erste Mal, dass es kein Berliner Plakat unter die Top 5 geschafft hat. Und auch keines eines bundesweiten Bündnisses. Glückwunsch an die Gewinner_innen.


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