Viele Köche…

14. Okt 2008

Im Rahmen des Vortrags in Leipzig hab ich mich etwas mit dem Layout der Kampagne „Ladenschluss“ aus Sachsen beschäftigt. Die Kampagne hat den Vor-/Nachteil, den man von größeren Kampagnen kennt. Einerseits gibt es in dem Pool der beteiligten Gruppen auch meist mehrere Personen, die Layoutaufgaben übernehmen. Die Last liegt nicht auf einer Schulter. Andererseits kann es leicht passieren, dass das Grundlayout, die Corporate Identity der Kampagne verwässert wird.

„Ladenschluss“ ist ein gutes Beispiel dafür. Der_die Layouter_in des ersten Plakates, bzw. der Internetseite hatte ein rundes grafisches Konzept vorgelegt:
-Farbpalette (Schwarz, Magenta)
-Schriftarten (Rockwell, meine Vermutung)
-Grafikelemente (Schnittmuster, Reinigungshinweise, Bekleidungsetiketten)

Dieses Layout garantierte einen grafischen Zusammenhang und einen Wiedererkennungswert der Kampagne. (Folgerichtig ist auch das Plakat der Demo in Dresden im selben Layout gestaltet).

Scheinbar haben aber zwei andere Layouter_innen in die Gestaltung eingegriffen und einfach völlig auf die Übernahme der Corporate Identity verzichtet. Der_die eine hat die Idee des geschlossenen Geschäftes auf zwei terminunabhängigen Plakaten visualisiert (Orange als Hauptfarbe, Helvetica als Schrift, wenigstens die Reinigungshinweise übernommen). Die_der andere hat ein klassisches Antifa-Layout (Bagger-Optik, Antifa-Logo) hingelegt und dabei völlig auf Bezüge des urspünglichen Layouts (stattdessen Blau als Hauptfarbe, keine Schnittmuster, Reinigungshinweise etc.) verzichtet.


Das Thema wird somit von den verschiedenen Layouter_innen von verschiedenen Perspektiven angegangen, was von Vorteil sein kann, dass verschiedene Leute verschieden angesprochen werden. Allerdings geht dabei – zumindest optisch – die Kampagnenhaftigkeit verloren.

Hier das Mobivideo zur Demo am 18.10. in Dresden:

Kurze Ansage

8. Okt 2008

Keine Person, die an diesem Projekt beteiligt ist, empfindet einen Drang, auf Indymedia Kommentare zu schreiben.
Wenn also untere Internet-Adresse oder der Name unserer Initiative unter Artikeln auftaucht, gibt das nicht zwangsläufig die Meinung der Macher_innen von „Politisches Plakat“ weider, weils nicht von uns ist.

Zehnte Station: Berlin-Hellersdorf

Seite heute ist die Ausstellung im Studierenden-Café der Alice Salomon Fachhochschule (U-Bhf Hellersdorf) zu sehen. Das ist das vorerst letzte Mal, dass die Ausstellung in Berlin zu sehen sein wird. Alle Berliner: hin da. Ist außerdem eine schicke FH.

Die Ausstellung wird voraussichtlich noch bis Ende des Jahres unterwegs sein. Die restlichen Stationen verraten wir euch bald.


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