A.I.D.A.

29. Apr 2007

In der Schule hab ich vor einer halben Ewigkeit ein Layoutprinzip gelernt, dass zwar sehr vereinfacht ist, dass aber für den Anfang eine gute Hilfe ist, wenn man sich Gedanken über den Aufbau eines Plakats macht:
Das A.I.D.A.-Prinzip

Ausgeschrieben bedeutet das Attention – Interest – Desire – Action. Was das in der Praxis bedeutet möchte ich an zwei Plakaten der „Liberation Weeks Berlin“ erklären.

Nummer 1 – Gutes Beispiel:

Attention: Die Aufmerksamkeit auf diesem Plakat, wird mit der Person mit der Kapuze erlangt. Sie ist farblich und größentechnisch das stärkste Element auf dem Plakat. Ausserdem richtet sie ihren Blick auf den Betrachter.
Interest: Der Blick schweift weiter zu dem zweitgrößten Element: der Überschrift. Der Inhalt des Plakats wird dort kurz umrissen. Bei Menschen die der Zielgruppe angehören (Antifaschist_innen und Hiphopper_innen) ist hoffentlich jetzt ein Interesse an der Veranstaltung geweckt.
Desire: Weiter zu den Bands. Wer diese kennt, wird im Idealfall nun den Wunsch verspüren, dem Konzert teilzunehmen.
Action: Und dafür stehen – als unauffälligste Elemente – die Location, Urzeit und die Kontaktadresse. Diese Informationen sind wirklich nur für Leute interessant, die den Wunsch haben, an der Veranstaltung teilzunehmen und können deshalb auch relativ klein auf das Plakat.

Nummer 2 – Schlechtes Beispiel:

Attention: Ok. Es gibt auch auf diesem Plakat einen klaren Blickfang: den Stern. Allerdings wird er von mehreren Elementen überlagert, deren Sinn sich nicht erschließt.
Interest: Um nun ein Interesse zu erwecken, bräuchte es einen knackigen Slogan oder etwas ähnliches. Stattdessen ist das scheinbar wichtigste auf diesem Plakat der Text in der Mitte: Die beteiligten Gruppen.
Desire: Die eigentlichen Infos des Plakates (Termine, Locations, Homepage) sind oben und unten an die Kante geknallt und so schmal gesetzt, dass sie teilweise unleserlich sind. Der Titel des Plakats (Liberation Weeks 2007) ist gar hinter die beteiligten Gruppen gesetzt, transparent und so angeschnitten, dass er nicht einmal komplett zu lesen ist.
Action: Das Ziel – die aktive Teilnahme an den Veranstaltungen verlangt somit dem Betrachtenden etwas Mühe ab bei diesem Plakat.

Ich hab da mal was vorbereitet:

(Ist zwar immer noch nicht das hübscheste, aber von der Anordnung etwas klarer.)

Alles neu macht der …

26. Apr 2007

Na? Welcher Tag im Jahr bringt die meisten Plakate hervor?
Richtig. Hier eine kleine Auswahl:



Neues Upload

25. Apr 2007

Mehr als 50 neue Plakate gibt es jetzt hier und hier zu sehen.
Ich komme inzwischen völlig bei Flickr durcheinander, aber egal.
Hier eine Auswahl der Plakate:

MAL WIEDER: Pixel, Poster, Politik

24. Apr 2007

Photoshop ist kein Mittel die Gesellschaft zu verändern,… kann dabei aber gelegentlich sehr hilfreich sein. Wir meinen, dass Layout mehr kann, als kluge Texte ansprechend zu bebildern. Im besten Fall provoziert und irritiert es, ist aber auch widerspenstig – gern plappert es sexistische oder rassistische Blickweisen aus. Beim Seminar wollen wir mit Euch über die Ansprüche an emanzipatorisches Layout diskutieren und Euch anschließend in den Umgang mit professionellen Grafik- und Satzprogrammen einführen.

Pixel, Poster, Politik
Layout-Seminar vom 04.-06. Mai 2007 in Potsdam

Wir werden für den technischen Teil zwei Gruppen bilden. Eine wird es zu
Grundlagen des Grafikrogramms Photoshop (Erstellung von Pixelgrafiken)
geben, die andere zum Umgang mit Illustrator (Erstellung von
Vektorgrafiken). InDesign machen dann alle. Wir wollen im Vorfeld schon
einmal gucken, wie so das Interesse liegt und würde Euch bitten mal
Bescheid zu geben, in welche Gruppe Ihr tendenziell gehen würdet.

Grob zum Seminarablauf: Es wird zunächst eine theoretische Einführung
geben: Worauf ist bei Layout unterschiedlicher Printmedien zu achten
(Formate, Fonts etc.pp.)? Wie kann man den emanzipatorischen Inhalten
der Gruppe auch in der Form gerecht werden (wir werden Layouts auf
rassistische, sexistische usw. Darstellungen untersuchen)? Ab Samstag
Nachmittag folgt der technische Teil: Wie sind Grafiken und Farben
aufgebaut? etc. Welche Anforderungen werden an eine druckfähige Datei
gestellt? Im Anschluss werden Grundlagen in den Programmen
Photoshop CS2, Illustrator CS2 und InDesign CS2 vermittelt. Es geht bereits Freitag nachmittag los und endet auch erst Sonntag nachmittag.

Mehr unter: naturfreundejugend-berlin.de


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